 Wednesday, March 31, 2010
Heute war endlich die Zeit gekommen an dem Regentag ein altes Röhrenprojekt aufzunehmen.
Ich hatte die Bauteile und vor allem die Platinen schon seit etlicher Zeit bereit und hatte nach ca. 3 Stunden Arbeit einen funktionsfähigen Kopfhörerverstärker vor mir stehen.
Die Qualität kann sich wirklich hören lassen und vor allem ist das Netzteil mit der optimierten Siebung nun brummfrei 


Der nächste Schritt wird nun noch das Gehäuse sein. Updates folgen 
 Thursday, September 03, 2009
…so auch unsere Ferien…
Wir fuhren in die Downtown von Kansas City und stellten bald einmal fest dass diese aus einigen älteren und neueren höheren Gebäuden besteht welche vor allem Heim der Finanzwirtschaft und von Anwälten ist.
Die Geschäftslokale sind bis auf wenige Ausnahmen leer.
Anschliessend war ein Besuch im American Jazz Museum angesagt welches viele Details über Musikgrössen wie Charlie Parker, Duke Ellington, Louis Armstrong und etliche andere zeigt.
Der Besuch dort lohnt sich auf jeden Fall!
Einige Meilen weiter südlich fanden wir dann ein Quartier im mexikanischen Stil wo sich Laden an Laden reiht und sich etliche gemütliche Restaurants mit grossen Terrassen angesiedelt haben.
Genau ein solches suchten wir uns dann auch für ein spätes Mittagessen.
Aktuell sind wir jetzt unsere Siebensachen am zusammenpacken um dann morgen via New York den Heimflug zu besteigen.

American Jazz Museum

Eishockey Stadion

Downton Kansas City

Einkaufsmeile im Süden von Kansas City

Ehrung an Christoph Kolumbus
 Wednesday, September 02, 2009
Gegen Mittag fuhren wir in Richtung Kansas City los und kamen zunächst nicht sehr weit, da ein Schild am Rand der Interstate auf das Kansas Auto Racing Museum in Chapman hinwies.
Dort sind etliche interessante Autos aus der Renngeschichte des Staates Kansas ausgestellt; unter anderem auch die erste Nascar-Trophäe. Zusätzlich hat der Besitzer ein stattliches Archiv an Fotos und Zeitungen aus der US-Autorenngeschichte angelegt.
Das nächste Zwischenziel war das Combat Air Museum auf dem Forbes Field in Topeka, wo während des kalten Krieges zahlreiche Raketensilos standen und die Airforce noch heute Stationiert ist.
Dieses Museum beherbergt in zwei Hangars eine grosse Zahl an englischen, amerikanischen und russischen Flugzeugen. Zudem sind etliche Triebwerke ausgestellt: Vom Luftgekühlten 28 Zylinder-Triebwerk der B-36 bis hin zu verschiedenen Stern- und Düsen-Triebwerken.
Vor dem zweiten Hangar steht eine Constellation welche für Luftüberwachung eingesetzt wurde und deren grosser „Radarbauch“ imposant aussieht.
Eines der Prunkstücke ist sicherlich die „Top Gun“ F-14A welche erst 2003 ausser Dienst gestellt wurde.
Gegen Abend erreichten wir dann in der Nähe des Flughafens von Kansas City unser Hotel und somit das Ende der letzten Etappe.

Rennauto in Chapman

Eingang des Combat Air Museum

Constellation welche für die Luftüberwachung eingesetzt wurde

Einer der zahlreichen Radararbeitsplätze in der Constellation

 Tuesday, September 01, 2009
Der heutige Tag war geprägt von 250 Meilen relativ gerader und somit langweiliger Autobahn. Aber leider existierte keine wirklich sinnvolle Alternativ-Route und so blieben wir abgesehen von einigen Pausen auf der Interstate.
Kurz nach dem Etappenstart überschritten wir definitiv die Grenze zur Central Timezone und verloren somit erneut eine Stunde. Nun hat also mein Natel recht 
Abends suchten wir uns dann ein Kino und wurden dank einer gewissen Suchmaschine am anderen Ende der Stadt auch fündig: Vor ein paar Tagen ist gerade der neue Final Destination Film angelaufen und in 3D ist er dann noch grade ein bisschen grausliger 

Eine der zahlreichen Oelpumpen von Kansas
 Monday, August 31, 2009
Wir sind heute in der Kornkammer der USA angekommen: Kansas
Unser Etappenziel war eigentlich Burlington, aber nachdem die Stadt aus knapp einer Strasse und einigen Motels bestand, beschlossen wir nach dem Füllen des Tanks und einigen Fotos weiter bis nach Goodland zu fahren welches knapp hinter der Grenze von Kansas liegt.
Interessanterweise befinden sich einige Meilen von Kansas noch innerhalb der Mountain-Timezone, so dass mein Natel nun aus unerfindlichen Gründen offenbar bereits in einem Netz mit der Central-Timezone ist, aber Goodland offiziell noch eine Stunde weniger auf der Uhr anzeigt
Goodland ist immer noch recht hoch (1109m) und aktuell herrscht ein starker Wind. Es hat eine recht grosse Ausdehnung und riesige Getreidesilos, aber wirklich viel Sehenswertes gibt es ebenfalls nicht.
Nebst den üblichen Fastfood-Ketten haben wir ein gutes chinesisches Restaurant gefunden welches im Gegensatz zu den wenigen anderen offen hatte 
Dafür ist das Holiday Inn Express Hotel brandneu und das günstigste bisher…

Ein Geisterfahrer? Nur ein Truck welcher Transportiert wird 

Der gewaltige Wasserturm von Burlington

Wohin geht die Reise?

Telephone Building von Goodland

Das Getreidelager von Goodland
 Sunday, August 30, 2009
Heute war die Etappe mit 179 Meilen kurz und Entspannt.
Anfangs Nachmittag trafen wir in Cheyenne ein; einem Ort welcher in der amerikanischen Geschichte von etlicher Bedeutung ist.
Dort steht nämlich eine der grössten je produzierten Dampfloks, die 4004 Big Boy, eine 40.5m lange Riesenlok.
Aus der Ferne wirkt sie nicht so gewaltig aber sobald man dann danebensteht sehen die Verhältnisse leicht anders aus 

Für diese Foto war das Weitwinkel Objektiv wirklich nötig
Daneben ist im alten Bahnhof, welcher sich gleich beim Güterbahnhof und der Altstadt befindet, ein Museum welches die Bahngeschichte und die der ehemals riesigen Werkstätte (welche leider grösstenteils abgerissen wurde) darstellt.
Durch Cheyenne führen gleich zwei Hauptlinien der Bahngesellschaften und entsprechend viele Züge fahren dann auch durch diesen Ort. Es ist schon noch eindrücklich einige Meter neben der Bahnlinie zu stehen wenn vier Loks und über 100 Wagen vorbeirollen und zu sehen ist wie sich die Geleise leicht senken und heben.
Zudem war in der Nacht mindestens jede Stunde ausgedehnt das Horn einer Lok beim Überfahren des nahen Bahnüberganges zu hören 

Gleich drei Züge warten auf einen Lokführerwechsel

Bereit zur Abfahrt

Eine bekannte Fotostelle in Cheyenne
 Saturday, August 29, 2009
Heute hatten wir mit ungefähr 560 km unsere längste Etappe vor uns, doch wir sollten bald herausfinden dass sie dank der amerikanischen Bauarbeiter noch länger werden würde…
Wir waren ja zwei Nächte in Yellowstone West geblieben um den Park von dort aus zu erkunden, was bedeutete dass wir zunächst den Park inklusive dem Grand Teton Park gegen Süden durchqueren mussten. Unterhalb des Grand Teton Parks begann dann die erste Baustelle, was bedeutet dass auf einer Strecke von etlichen Meilen der Belag entfernt ist und lose Kiesel liegen. Die zweite Baustelle etliche Meilen später war um die 20 Meilen lang und hatte heftige Schlaglöcher und war teilweise geneigt. Diesmal wurden Konvois gebildet und von „Follow Me“-Cars angeführt.
Die Strecke führte auf weiten Teilen durch die Berge, später hatten Stein und Erde einen immer röteren Farbton, das Aussehen der Landschaft war ähnlich einer Steppe und erst gegen den Abend wurde das Gebiet langsam flacher.
Die beiden Baustellen kosteten uns gut eine Stunde und so trafen wir erst gegen 1930 in Casper ein und fanden zum Glück auf Anhieb ein Hotel.

Baustelle unterhalb des Yellowstone Parks

Weitere Baustelle etliche Meilen später

Aufnahme kurz vor einem äusserst heftigen Schauer

Die Erde und Felsen werden röter
 Friday, August 28, 2009
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Yellowstone Parks.
Es ist absolut unmöglich in einem Tag den Park auch nur annähernd zu erfassen und umfassend zu sehen, aber das was wir gesehen haben ist fast schon unbeschreiblich schön und ich kann das Naturwunder nicht wirklich in Worte fassen. Jedenfalls hatte die Kamera heute Grosseinsatz…
Heute sollen die Bilder sprechen 

Unsere erste heisse Quelle (Die Hitze hätte für Kaffee ausgereicht )

Lebensraum für unzählige Bakterien

Szene an dem grössten Becken

Abfluss eines der Becken

Der Old Faithful Geyser

Szene an einem der Seen
 Thursday, August 27, 2009
Gestern schraubten wir uns immer höher in Richtung des Yellowstone Parks und fuhren dabei durch mehrere kleinere Städtchen.
Unter anderem kamen wir durch zwei alte Western und Goldgräber-Städtchen:
Nevada City ist eine Stadt welche vor dem Verfall gerettet wurde und nun als grosses Freileichtmuseum dient. Dazu gehört eine Schmalspurbahn welche Nevada City mit Virginia City verbindet. Die Bahn wird durch einen Verein betreut und die Lok und Wagen sind blitzblank. Wir hatten Glück dass etliche Vereinsmitglieder anwesend waren und diese hatten eine Riesenfreude an dem Schweizer Besuch.
Etwas später ging es einige Meilen weiter nach Virginia City. Diese Goldgräberstadt dient vor allem dem Souvenier-Verkauf ist aber schön hergerichtet und etliche der alten Geschäfte wurden originalgetreu erhalten.
Die Strasse stieg dann immer mehr an je näher wir dem Yellowstone Park kamen.
Unterwegs machten wir halt bei der Earthquake Area wo in den 50er Jahren die alte Strasse von einem äusserst starken Erdbeben verschüttet wurde und in der entstandenen Senke ein See entstand.
Mitte des Nachmittags trafen wir in Yellowstone West ein und suchten uns für zwei Nächte ein nettes Hotel mit Pool 

Schöne Kurven...

Verwahrloste Dampflok in Nevada City

Hergerichtete und Polierte Schmalspur Lok in Nevada City

Altes Geschäft in Virginia City

Museum von Virginia City

Earthquake Area in der Yellowstone Gegend
 Wednesday, August 26, 2009
Leider bot sich heute keine wirklich sinnvolle Alternative zu der Autobahn und so folgten wir die ganze Zeit der I-90 welche jedoch durch ihre zahlreichen recht engen Kurven auch recht abwechslungsreich war.
Zudem veränderte sich die Landschaft von Seen über Wälder bis hin Steppenartigen Gebieten.
Am Nachmittag verloren wir zudem mit dem Eintritt in die Mountain-Time eine Stunde.
Als wir uns Anaconda näherten wurde der Sprit langsam knapp und ein Schild verhiess eine Tankstelle.
Nur hatte das Schild verschwiegen dass bis zu der Tankstelle abseits der Autobahn noch gut 10 Meilen zu fahren waren – gut dass diese Ami-Autos anständige Spritreserven haben 
Anaconda ist ein schönes und altes Städtchen mit einer grossen Kupfermine oberhalb des Ortes.
Im Hotel, dem Comfort Inn von Butte beendeten wir die heutige Etappe und belegten erstmal Waschmaschine und Wäschetrockner 

Neues Modell von Ford...

Bergwelt

Mittagshalt im Hooters von Missoula

Kupfermine von Anaconda
 Tuesday, August 25, 2009
Nach dem Frühstück ging es endlich los!
Nachdem wir den Hauptverkehr der Stadt hinter uns gelassen hatten und Moses Lake immer näher kamen, wurde der Verkehr immer ruhiger.
In Moses Lake verliessen wir den I-90 und machten in der Stadt eine Pause.
Danach ging es auf Nebenstrassen Nordwärts bis Coulee City und dann auf der Nr. 2 gegen Osten bis nach Spokane wo wir uns ein Hotel suchten. Die Strasse war abseits der I-90 wesentlich abwechslungsreicher, kurviger und hügeliger und machte einfach mehr Spass – allerdings verbrennt auf solchen Strassen unser 6 Zylinder auch ganz flott seinen Sprit 

Die Elefantenrennen gibt es auch in den USA - nur werden sie hier mit mehr PS ausgetragen

Nördlich von Moses Lake

Ein Windrad einsam in der Steppe

Energie aus Wasser
 Monday, August 24, 2009
Heute war es dann endlich soweit: Ich bekam mein Spielzeug in Form eines Ford Flex FWD. Ein cooles weisses Monster Naja, so weiss wird er je nach Wetter wohl in zwei Wochen nicht mehr sein und etliche Meilen mehr auf dem Tacho haben.
Jedenfalls stürzten wir uns dann mal mitten in den Verkehr und ich fuhr in Richtung Redmond zu unseren Freunden von Microsoft. Im obligaten Shop gibt es übrigens MS Literatur (sämtliche Bücher welche in deren Titel S… vorkommt habe ich grosszügig übersehen…) zum Teil zu sehr viel besseren Preisen als in den Buchläden.
Das Visitor Center ist zwar nichts Weltbewegendes aber der Weg dorthin war ja auch nur 20 Minuten 
Danach war Rolfs Hobby dran: Da er grosser Modelleisenbahn-Fan ist suchten wir zwei Läden auf und dabei wurde er auch fündig 
Die Parking Preise sind übrigens auch eine Geschichte für sich: Während ich vor 7 Jahren in San Francisco pro Nacht um die 12$ bezahlte sind es hier pro Nacht deren 33$...
So langsam bin ich jetzt aber froh dass es morgen aus der Stadt raus auf die Strasse und ins Landesinnere geht. Nach den x Städten der letzten beiden Woche zeigt sich bei mir einige Stadtmüdigkeit.

Unser Transportmittel

Fischerböötchen

Aussicht vom Hotel

Der Markteingang in der Dämmerung
 Sunday, August 23, 2009
An einem Sonntag um halb Sechs aufstehen zu müssen ist schlichtweg unchristlich. Leider fährt von Vancouver am Sonntag genau ein Zug nach Seattle so dass uns nichts anderes übrig blieb.
Noch in Kanada erfolgte die erneute Abgabe der Fingerabdrücke und beantwortung der selben Fragen wie bereits vor zwei Wochen. Dann liess man uns endlich in den Zug einsteigen und nach rund 4 Stunden waren wir bereits in Seattle. Am Bahnhof tauchte eine kleine Ewigkeit lang kein Taxi auf und als wir dann im Hotel ankamen hiess es der Raum wäre erst gegen 1600 bereit. Offenbar sieht man es in diesem Hotel in Bezug auf Kundenfreundlichkeit recht locker…allerdings ist das Zimmer im 14. Stock absolut toll!
Ansonsten ist Seattle auf den ersten Eindruck (welcher anhält) eine schöne Stadt welche wie Vancouver relativ hügelig ist. An der Waterfront befindet sich ein grosser Markt in welchem sich eine Menge kleiner Läden befindet welche von Früchten über Blumen und Meeresfrüchte bis hin zu Souveniers alles verkaufen. Eine schöne und bunte Mischung von Farben, Düften und Eindrücken!
Die Space Needle, der Aussichtsturm von Seattle, ist ein Erlebnis für sich. Unterhalb der Aussichtsplattform ist ein Luxusrestaurant angesiedelt welches sich innerhalb rund 50 Minuten einmal dreht. Die Aussicht ist absolut genial und das Essen und der Service ebenfalls.
Am gleichen Ort stellte ich fest dass in Alaska ein sehr gutes und sehr dunkles Ale gebraut wird 

Die Musiker sind auf dem Markt sehr zahlreich

So ähnlich sah mein Nachtessen aus

Wo sind wir da bloss gelandet?

Heilige Musik? 

Alt und neu

Abendstimmung auf der Space Needle
 Saturday, August 22, 2009
Gegen 700 gab es Tagwache und das letzte Frühstück an Bord des Zuges Nr. 1.
Wir hatten über Nacht fast zwei Stunden Zeit gewonnen und trafen gegen 830 in Vancouver ein.
Das Warten auf das Gepäck dauerte schon etwas länger aber dann brachte uns ein Taxi ins Hotel und wir begannen die Stadt zu erkunden. Vancouver ist in recht hügeligem Gebiet angelegt und von der Waterfront bis zu der Robson Street, einer der Haupteinkaufsstrassen, wo sich unser Hotel befand waren doch einige Höhenmeter zu überwinden. Die Gebäude von Vancouver sind massiv kleiner als in anderen Städten unseres Trips, die Stadt ist sehr sauber und macht generell einen gepflegten und ruhigen Eindruck.
Definitiv ein Ort um einige Tage zu verbringen.
Am Hafen hatten wir dann das Glück gleich zwei grosse Kreuzfahrtdampfer zu sehen.
Eines der Highlights war die Altstadt, welche entlang des Frachthafens liegt und in welcher eine Vielzahl kleiner Geschäfte, Gallerien und Restaurants angesiedelt sind.
Eine der Hauptattraktionen dort ist die Gastown Steam Clock, welche dauernd von Touristen umlagert wird.
Diese Uhr wird mittels Dampf angetrieben – eine Dampfmaschine befördert über eine Kette Kugeln nach oben, deren Gewicht die Uhr antreibt. Zudem wird die Zeit aktustisch mittels fünf Dampfpfeifen angezeigt. Das Pfeifen wurde Big Ben nachempfunden und ist ein Erlebnis.
Abends entdeckten wir dann an der Waterfront ein IMAX-Kino in welchem Star Trek lief. Auf dieser Leinwand ist der Film denn auch hammermässig 

Drei Brücken parallel während der Einfahrt nach Vancouver

Hausboote im Hafen

Kreuzfahrtschiff vor der Skyline

Steam Clock

Origineller VW Käfer
 Friday, August 21, 2009
Auf einer mehrtägigen Zugreise ist es wirklich spannend welche Leute einem begegnen.
In der Mehrheit sind nicht etwa kontinentale Europäer auf dem Zug sondern vor allem Pensionierte aus den USA, Kanada und Grossbritannien. So sass ich dann im Panorama-Wagen zwischendurch mit einer Lehrerin aus New Orleans, einer zweiten Lehrerin aus New York und einem ehemaligen Navy-Teacher aus Kalifornien.
Das gab genügend Gelegenheit das mündliche Englisch aufzubessern und gleichzeitig etliche tiefgründige Diskussionen zu führen. Bisher hatte ich die Amerikaner meist recht oberflächlich kennengelernt, aber diese Diskussionen wurden meist doch sehr persönlich.
Während ich diese Zeilen schreibe sitze ich zum letzten Mal im Panorama Wagen und geniesse die Dämmerung in den Rockies – eine wunderschöne Stimmung.
Im Verlauf des Abends überschreiten wir zudem die dritte Zeitzone auf dieser Zugfahrt.
Am Morgen erwachte ich als der Zug bereits im Bahnhof von Edmonton, welcher sich direkt am Flughafen befindet. Der Aufenthalt war relativ kurz, so dass es sich für mich nicht lohnte auszusteigen und wie ich „nackig“ in der Dusche stand bemerkte ich, dass das Wasser offenbar kurzzeitig abgestellt wurde – wenigstens merkte ich dies bevor das Shampoo zur Anwendung gelangte 
Nach einem reichlichen Brunch und rumhängen auf einer bequemen Sitzbank, trafen wir mit 2 Stunden Verspätung (die Freight-Trains waren heute äusserst zahlreich und aktuell warten wir gerade wieder auf einen) in Jasper ein. Dies ist ein kleines Städtchen mit einem ganz eigenen Charme.
Da hätte mir ein längerer Aufenthalt auch noch gepasst.
Abends fand dann das letzte Dinner statt welches wiederum reichlich ausfiel – das Lamm war der absolute Hammer und die obersüssen Desserts vermisse ich jetzt schon 

Stimmung kurz vor Jasper

Alte Dampflok in Jasper

Bahnhof von Jasper

Stimmung in den Rockies kurz nach Jasper
 Thursday, August 20, 2009
Um 730 hielt der Zug in der Station von Winnipeg. Nach einem ordentlichen Frühstück hatten wir fast vier Stunden Zeit die Stadt zu erkunden. Über Nacht hatte es zu regnen begonnen und es war draussen noch recht feucht.
Bis am späteren Nachmittag fuhren wir immer wieder zwischendurch durch kleinere Regenfronten. In Winnipeg befindet sich in der Nähe des Bahnhofs eine ehemalige Lagerhalle, welche heute diverse Shops beherbergt. Nach deren Erkundung machten wir uns auf noch etliche Schritte an der frischen Luft zu geniessen und so einmal mehr der klimatisierten Atmosphäre zu entkommen. Zudem gibt es eine mit hohen Bäumen gesäumte Hauptstrasse welche sich hochtrabend „Broadway“ nennt und an einigen schönen historischen Gebäuden vorbeiführt.
Glücklicherweise sind die grösseren Via Rail Bahnhöfe mit freien Wireless Netzen ausgestattet so dass die Bilder der letzten Tage nun auf dem Blog ebenfalls verfügbar sind (nur für die heutigen reicht der aktuelle Aufenthalt in Jasper nicht).
Während ich diese Zeilen schreibe sind wir innerhalb des Gebietes von Saskatchewan unterwegs und haben gleichzeitig auch die zweite Zeitzone überschritten so dass die Differenz zur Schweizer Zeit nun acht Stunden beträgt.
Nach dem Dinner fand zudem eine Weindegustation mit interessanten Details statt: Das Klima von Kanada erlaubt es kaum Trauben reifen zu lassen. Die Gebiete in welchen Weine hergestellt werden sind hauptsächlich British Columbia und Ontario (Niagara). Der erste Wein war ein Riesling von Niagara, ein super Leichter und sehr feiner Wein.
Der kanadische Wein wird generell nicht ins Ausland exportiert da nur sehr kleine Mengen produziert werden.
Der zweite Wein war ein Baco Noir aus St. Catharines, Ontario welcher allerdings definitiv weniger meinem Geschmack entsprach.

Historisches Gebäude in Winnipeg

Bahnhof von Winnipeg

Markt mit unzähligen Geschäften und Ständen

Eingangshalle des Bahnhofes von Winnipeg

Schrottplatz irgendwo in Saskatchewan

Schrottplatz irgendwo in Saskatchewan

Sonnenuntergangsstimmung irgendwo in Saskatchewan
 Wednesday, August 19, 2009
Gegen 2130 wurden wir in den Zug gebeten und das Abteil wurde gezeigt. Das Abteil misst ungefähr 2.5 Meter im Quadrat und ist ebenso hoch. Dazu kommt ein kleines WC und die Betten sind übereinander angeordnet.
Pro Wagen ist zusätzlich eine Dusche vorhanden.
Die Ausfahrt erlebten wir bei einigen Gläsern Champagner im Dom-Car, einer Art Panorama Plattform oben im Activity-Wagen (sprich Animationswagen wo z.B. Bingo gespielt oder der 4 O’Clock Tea getrunken wird…)
Gegen 0100 kletterte ich in mein oberes Bett und dachte mir eigentlich dass der Zug mich sanft in den Schlaf rütteln würde aber weit gefehlt. Die Rechnung hatte ich ohne die kanadischen Gleisbauer gemacht: Die Geleise bestehen aus ungefähr 5 Meter langen Stücken und sind dabei nicht verschweisst sondern lediglich verschraubt. Dies gibt recht miese Vibrationen respektive bei langsamer Fahrt jedesmal einen Stoss. Zudem sind die zahlreichen Weichen ebenfalls eine Geschichte für sich (wer schon jemals im Bieler Bahnhof auf dem Berner Geleise eingefahren ist weiss von was ich rede) und beim Bremsen (der Zug muss jeden Güterzug vorbeilassen und diese sind sehr zahlreich) rutscht man jedesmal im Bett umher…
Daneben wiegt jedoch die wunderschöne Landschaft mit der gigantischen Menge an Birken und verschiedensten Nadelbäumen, kleineren und grösseren Seen und Mooren alles längstens auf. Die Güterzüge mit bis zu 140 Wagen und 3-4 vorgespannten Maschinen sind aus dem Dom-Car zudem äusserst eindrücklich anzusehen.
Gegen 700 kletterte ich dann auch schon wieder aus meinem Bett der Marke „hartes Brett“ und die dicke Omelette weckte dann die Lebensgeister wieder. Der Morgen verging mit fotografieren und dösen und dann war auch schon Zeit für den Lunch. Die Küche an Bord entspricht zu meinem Leidwesen einer sehr guten und dies wird sich bei dem Mangel an Bewegung garantiert an meiner Figur niederschlagen 
Am Nachmittag gab es dann in Hornepayne endlich einen längeren Zwischenhalt so dass wir den vollklimatisierten (und zwischendurch sehr kalten Wagen) an die Sonne entfliehen konnten. Der Ort Hornepayne besteht aus ein paar kargen Häusern und einem mini-mini Lebensmittelladen sowie einem Geister-Bahnhofsgebäude.
Ach ja…während ich diese Zeilen beende wird bereits wieder zum Abendessen gebeten 

Szene irgendwo mitten in Kanada

Kreuzung mit einem Fright Train

Noch mehr Container

Aufenthalt in Hornepayne

Wann fährt der nächste Zug? - Geisterbahnhof von Hornepayne

Unsere Kabine
 Tuesday, August 18, 2009
Aktuell sitzen Rolf und ich gerade in der Via Rail Lounge und warten bis wir in einer halben Stunde in den Zug einsteigen können. Die Zeiten für die ersten Mahlzeiten morgen sind gewählt und der Koffer sollte es hoffentlich ebenfalls in den Zug schaffen 
Frühstück scheint es nur zwischen 630 und 830 zu geben so dass ich mich wohl zwischen Schlafen und Essen werde entscheiden müssen…
Heute waren wir im Royal Ontario Museum Toronto und sahen Artefakte aus den verschiedensten Epochen der Menschheit wie der alten Griechen und Aegypter. Das wäre für Michi wohl eine grosse Entdeckungsreise geworden (die Fotos folgen dann voraussichtlich erst in vier Tagen in Vancouver).
Zudem ist auch recht viel über die Indianer und asiatische Kulturen in dem Museum zu finden.
Daneben schlenderten wir noch durch diverse Shopping Mall und warteten bis wir um 2030 für den Canadian Train Nr. 1 einchecken konnten.

Dino Ausstellung im ROM

Griechische Gefässe

Mosaik im ROM

Alter Koran

Eindrückliche Architektur des ROM

Unser Zug ist Abfahrtsbereit
 Monday, August 17, 2009
Zunächst gings nochmals in die diversen Shopping Malls zumal mir die Backup CDs bereits ausgegangen sind und ich endlich LightScribe DVDs fand auf denen doch deutlich mehr Platz für die paar Fotos ist...
Etwas später landeten wir dann erneut im alten Distillery District, wo einige Gallerien nun geöffnet waren und zwar geniale aber preislich leider unerschwingliche Bilder und Skulpturen sowie diverse Wohnaccessoires anbieten.
Später am Nachmittag reihten wir uns gegen 27CAD pro Person in der Warteschlange für den Lift auf den CN-Tower ein. Dort futterten wir erst mal ein saftiges Steak und genossen dabei die Sicht aus 346 Metern Höhe. Der Service war leider miserabel…
Ein Stock unterhalb des Restaurants ist der berühmte Glasboden angesiedelt auf dem einen nur eine Glasscheibe von den 340 Metern freiem Fall abhält. Auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis und der ultimative Höhenangst Test 
Danach löste ich noch das Ticket auf die 447 Meter hohe Aussichtsplattform ein und genoss den freien Rundumblick von dieser Plattform aus. Diese ist massiv kleiner als die untere und es werden nur jeweils um die 30 Personen hinaufgefahren. Leider war es relativ dunstig aber an klaren Tagen kann man sogar die Gischt der 70Km entfernten Niagara Fälle sehen.
Gleich neben dem CN-Tower befindet sich das alte Lokdepot mit riesiger Drehscheibe welches bis 1970 verwendet wurde und welches 32 Lok-Standplätze hat. Glücklicherweise wurde dieses erhalten, renoviert und aktuell stehen sogar eine Dampf- und mehrere alte Dieselloks dort. Im Depot ist eine Bierbrauerei und ein Luxus-Möbelgeschäft eingezogen und so scheint die Zukunft des Gebäudes gesichert. Aktuell wird darum herum gebaut und es scheint eine Art Eisenbahn Museum mitten in der Stadt zu entstehen.

Szene aus einem Wohngebiet

Der CN-Tower zwischen Zwillingsgebäuden

Der berühmte Glasboden des CN-Tower

Der CN-Tower von einer Dampflock aus gesehen

Ich habe nun die Route vom Zug von New York nach Niagara aus dem GPS-Tracker ausgewertet und voila
 Sunday, August 16, 2009
Nach dem Ausschlafen und anschliessenden Sturm auf das Zmorge-Buffet ging es in Richtung der gigantischen Eaton Center Shopping Mall. In dieser sind auf mehreren Stockwerken unzählige Läden angesiedelt und da dieses Wochenende gerade der Ausverkauf läuft, lohnte sich der ausgiebige Kleiderkauf definitiv.
Gegen Abend erkundeten wir dann die Ufer des Lake Ontario und fanden nebst vielen Menschen, welche vor der Wärme in der Stadt ans Wasser flüchteten, ebenfalls eine Anzahl Restaurants, vor welchen sich jedoch praktisch überall lange Warteschlangen befanden.
Schlussendlich fanden wir dann ein Seafood Restaurant, welches komplett mit alten Schiffsteilen eingerichtet ist und durch die halbdunkle Atmosphäre absolut super wirkt und sich für Dates optimal eignet 

Kontraste wenn ein altes Gebäude in ein neues integriert wird am Beispiel des Eaton Centers

Im Eingangsbereich des Eaton Centers

Der alte Distillery-Bezirk welcher nun verschiedenen Gallerien und Künstlern Raum bietet

Szene am Hafen

Der imposante CN Tower in der Dämmerung
© Copyright 2012 André Hirter
Theme design by Bryan Bell
newtelligence dasBlog 2.3.9074.18820  | |  | Page rendered at Monday, February 06, 2012 9:39:17 PM (W. Europe Standard Time, UTC+01:00)
Reset | candidBlueReset | candidBlue
|
On this page....
| | Sun | Mon | Tue | Wed | Thu | Fri | Sat |
|---|
| 28 | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | | 28 | 29 | 30 | 31 | 1 | 2 | 3 | | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |
Search
Navigator
Categories
Blogroll
Sign In
|