# Saturday, August 27, 2011

Nun weiss ich wie es ist an einem Flughafen zu stranden... Der Morgen begann harmlos.

Gegen 0500 liefen wir in den Hudson River ein und ich stand auf dem Oberdeck. Kurze Zeit später passierten wir zur linken Seite die Freiheitsstatue und lower Manhattan kam in Sicht. Kurze Zeit später erreichten wir, einem zweiten Schiff folgend, unseren Pier.

Nach dem Frühstück folgte das Einreihen in die Passagiere für die erneute Einreise in die USA. Doch wir hatten Glück und die Prozedur ging rasch vonstatten. Die Taxischlange konnten wir umgehen, indem wir einen etwas teureren Transfer an den JFK Flughafen wählten. Unser Ziel war zügig an den Flughafen zu kommen. Dort angekommen bemerkten wir rasch, dass unser Flug (und eine Menge weitere) dank dem Hurrikan Irene bereits morgens um 0900 gestrichen war.

Wir hatten jedoch keine andere Wahl als an den Flughafen zu fahren, da wir ja keinerlei Hotel-Reservation hatten und herausfinden mussten wie es mit unserem Flug weitergehen würde. Der Swiss-Schalter war erst mal geschlossen. Also warteten wir geduldig bis gegen 1300 endlich zwei Angestellte erschienen. Diese waren jedoch nicht wirklich motiviert uns zu helfen und nach einer längeren Diskussion erhielten wir einen Flug via Boston nach Zürich. Der Haken daran? Der Flug findet erst am 2.9. statt... Keine wirkliche Option zumal keinerlei Unterkunft organisiert wurde. Wir bekamen lediglich pro Person Essensgutscheine für 10$.

Die Abflughalle füllte sich immer weiter mit gestrandeten Passagieren und die Stimmung wurde zunehmend gereizt, zudem waren etliche Familien mit kleinen Kindern in derselben Situation...

Schlussendlich konnte ich einen Internetzugang einrichten und versuchte der drohenden Nacht am Flughafen zu entfliehen. Nach einer Weile konnte ich eine Reservation am La Guardia Airport erreichen und nach einem Anruf an der Rezeption war ich sicher dass dieses Hotel nicht evakuiert würde. Ein Taxi war rasch gefunden und eine Stunde später hatten wir unser Zimmer. Ich habe mich wohl noch nie so über ein Bett gefreut. :-)

Zu dieser Zeit regnete es bereits stark. Je später der Abend wurde und je näher sich Irene in unsere Richtung bewegte desto stärker wurde der Wind. Mitten in der Nacht wurden wir von starken Windgeräuschen geweckt und am Morgen früh nochmals. Am Fernsehen verfolgten wir zwischendurch was passierte und realisierten dass die Gegend von New York praktisch verschont wurde. Andere Teile der Küste hatten dabei weniger Glück und es gab leider etliche Tote. Wir sind gerade von einem Rundgang in unserem Quartier zurückgekommen und es liegen etliche Äste und Blätter am Boden und einige Fernsehantennen stehen schief.

Aktuell suchen wir mit unserem Reisebüro Cosmos-Tours (cosmos-tours.ch) einen Weg früher nach Hause zu kommen ;-)

Saturday, August 27, 2011 8:17:44 PM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Comments [0]
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