# Saturday, August 20, 2011

Am Morgen stand zuerst die Fahrt nach New York City auf dem Programm.
Das Auto war nach einer kurzen Diskussion über irrtümlich verrechnete Benzin-Gebühren schnell abgegeben und nach einigen Minuten Fussmarsch (selbstverständlich mit vollständigem Gepäck) erreichten wir das Schiffsterminal.
Dort stand zunächst die Security Prozedur auf dem Programm. Das Ganze war jedoch viel lockerer als am Flughafen und meine beiden Amateurfunk-Transceiver im Handgepäck interessierten niemanden (jedenfalls zunächst ;-)). Das Bordkonto mit persönlicher Karte war nach kurzer Zeit ebenfalls eröffnet und der Weg aufs Schiff stand offen. Die Kabinen waren jedoch noch nicht bereit und so begannen wir das Schiff zu erkunden.

Ein grosses Buffet war auf Deck 12 bereits eröffnet und der Grossteil der Passagiere enterte dieses sogleich. Ich gehe hungrigen Massen lieber aus dem Weg und so fand sich erst mal ein schattiger Platz mit Sicht auf die New Yorker Skyline.

Etwas später bezogen wir die recht kleine aber sehr gemütliche Kabine (die Betten sind schmal und kurz) welche sich auf der Steuerbordseite auf Deck 10 befindet und einen recht grossen Balkon hat. ☺
Kurze Zeit später meldet sich ein vermeintlicher Steward via Telefon und fragte ob er kurz vorbeikommen könnte. Der Steward stellte sich als Sicherheitsbeamter heraus und erklärte mit einem Lächeln dass die Security bei meinem aufgegebenen Gepäck vor einem Rätsel stehen würde und sie hätten mich beim öffnen des Koffers gerne dabei...also führte der Weg in Richtung der unteren Decks (dieser Bereich ist für Passagiere normalerweise nicht zugänglich). Die Drahtrollen meiner Langdraht-Antenne, sowie Koaxkabel und andere Gerätschaften führten zu Stirnrunzeln bei der Beamtenschar und es begann eine lebhafte Diskussion. Als dann im Koffer meine Amateurfunk-Lizenz mit dem Schweizerkreuz zum Vorschein kam waren sie urplötzlich beindruckt und hörten genauer zu und wurden neugierig was es mit meinem Hobby auf sich hat ;-) Ein Beamter war immer noch der Meinung dass die Drähte böse seien, doch ein Vorgesetzter setzte der Diskussion ein Ende, entschuldigte sich und mein Koffer wurde für unbedenklich erklärt.

Die Abfahrt in New York um Punkt 1600 war mit der tollen Sicht auf die Stadt recht spektakulär und natürlich stand für die meisten Passagiere die Freiheitsstatue im Zentrum des Interesses. Jedenfalls hatte meine Kamera eine Menge zu tun. Der Abend stand danach im Zeichen der Schiffserkundung und natürlich dem Essen. Es gibt eine Vielzahl an Restaurants. Etliche sind im Reisepreis inbegriffen und nur die Spezialitätenrestaurants und Bars kosten einen Aufpreis. Zudem erlaubt ein Teil der Restaurants legere Kleidung und andere zumindest lange Hosen und ein Hemd. Interessant ist dass die Getränke von Pepsi ebenfalls nicht inbegriffen sind. Doch Wasser, Ice Tea und Kaffee sind frei. An Unterhaltung stehen einige Möglichkeiten zur Verfügung: So gibt es ein Casino im Stile von Las Vegas und ein Theatersaal existiert ebenfalls. Etliche Bars laden zum verweilen ein – nur die Musik ist teilweise nicht so mein Ding und Karaoke ist ebenfalls grenzwertig ;-)

Saturday, August 20, 2011 5:57:33 AM (W. Europe Daylight Time, UTC+02:00)  #    Comments [0]